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Heinrich Bullinger, der
nach Zwinglis Tod die Reformation weiterführte und vertiefte, hat die
evangelische Erneuerung massgeblich mitgeprägt und war ein
origineller Vordenker. Auf ihn geht das Helvetische Bekenntnis zurück,
das für die Reformierten in ganz Europa verbindlich geworden ist. Als
Vater der so genannten Bundestheologie ist er zu einem frühen
Wegbereiter des modernen Bundestaats geworden.
Bullinger, der von 1523
bis 1529 im Kloster Kappel wirkte, hat es meisterhaft verstanden, die
biblischen Schriften allgemein verständlich auszulegen. Und in
seiner umgänglichen Art hat er wesentlich beigetragen zur
Annäherung unterschiedlicher Standpunkte zwischen den
Anhängern Luthers, Calvins und Zwinglis. Der Vortrag befasst sich
mit Bullingers Herkunft und Werdegang, seiner eigenständigen und
gradlinigen Persönlichkeit, den theologischen Schwerpunkten und
seinem gesamten Wirken.
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